Kanna Blätter geschnitten: feineres Material derselben Pflanze
Kanna ist der Handelsname von Sceletium tortuosum, einer niedrigen Sukkulente aus den trockenen Kapprovinzen Südafrikas, die botanisch heute als Mesembryanthemum tortuosum zu den Mittagsblumengewächsen (Aizoaceae) gezählt wird. Der Artname verweist auf das skelettartige Adernmuster, das auf getrocknetem Blatt zurückbleibt. Auf Afrikaans heißt die Pflanze kougoed, Kauzeug, nach der Art, wie man früher damit umging.
In diesem Beutel sind 10 Gramm geschnittenes Blatt. Es ist dasselbe Pflanzenmaterial wie bei den ganzen Blättern, nur kleiner geschnitten, und ausdrücklich kein Extrakt: Es wurde nichts ausgezogen oder eingedickt. Der Unterschied zeigt sich in der Handhabung. Feines Material lässt sich genauer abwiegen, mischt sich besser mit anderen Kräutern und gibt im Aufguss schneller ab als ganze Blätter, weil es mehr Schnittfläche gibt. Wer lieber ganzes Blatt in der Hand hat und selbst zerkleinern möchte, findet diese Variante im selben Regal.
Woher das Material stammt
Die San und die Khoikhoi nutzten diese Pflanze lange, bevor etwas darüber festgehalten wurde; die älteste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1662, aus den Kapaufzeichnungen rund um Jan van Riebeeck. Traditionell wurde frisches Material gequetscht, einige Tage in einem Sack fermentiert und anschließend in der Sonne getrocknet, danach wurde es gekaut. Heute findest du Kanna im Handel auch als Tee, Tinktur und Schnupfpulver. Die Alkaloide, auf die sich die Forschung konzentriert, sind Mesembrin, Mesembrenon, Mesembrenol und Mesembranol; in rohem Pflanzenmaterial schwankt der Gesamtgehalt stark von Ernte zu Ernte, in der Literatur mit etwa 0,05 bis 2,3 Prozent des Trockengewichts angegeben.
Lagerung und verantwortungsvoller Umgang
Geschnittenes Material hat viel Oberfläche und zieht leicht Feuchtigkeit und Gerüche an: Halte den Beutel gut verschlossen oder fülle ihn in ein Glas um, trocken und dunkel, außerhalb der Reichweite von Kindern. Nimmst du Medikamente, insbesondere Antidepressiva vom Typ SSRI oder MAO-Hemmer, besprich Kanna vorher mit deinem Arzt oder Apotheker. Während Schwangerschaft und Stillzeit verwendest du es nicht, und im Straßenverkehr hat es nichts zu suchen. Was du damit machst, liegt in deiner Verantwortung; prüfe selbst, was in deinem Land erlaubt ist.
Bei Avalon Magic Plants gibt es Kanna außerdem als ganze Kanna Leaves, als gemahlenes Pulver im Röhrchen, als Rapé Kanna und als Extrakt von Global Herbs, darunter Full Spectrum, Happy Calming, Krystal Ultimate und Premium Extreme Strong. Alles wird diskret verpackt verschickt.