Schwächende psychische Erkrankungen plagen die medizinische Welt. Und während immer mehr Studien stattfinden, um die Kräfte von Psychedelika auf die Psyche zu entdecken, ist viel mehr Zeit, Geduld und Geld nötig, um dies zu ermöglichen. Glücklicherweise beteiligen sich Regierungen 2021 daran. In Australien wurden nicht weniger als 15 Millionen Dollar für die Erforschung psychedelischer Drogen und psychischer Probleme freigegeben – ein erstaunlicher Schritt in die richtige Richtung der psychedelischen Forschung.
Psychische Erkrankungen: ein riesiges Problem
Der große Geldbeutel, der diese Woche enthüllt wurde, soll die Forschung über den Einsatz innovativer Therapien zur Bekämpfung von posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) und depressiven Störungen, Süchten und Essstörungen ankurbeln. Schätzungsweise vier Millionen Australier entwickeln jedes Jahr eine psychische Störung, und fast die Hälfte aller Australier ist irgendwann in ihrem Leben davon betroffen.
Die häufigsten psychischen Erkrankungen sind Angststörungen – die jedes Jahr mehr als 14 Prozent der Erwachsenen betreffen – sowie Störungen wie Depression und Alkohol- und Drogenmissbrauch. Darüber hinaus würden etwa 12 Prozent aller Australier irgendwann in ihrem Leben PTBS erleben. Gleichzeitig variieren viele der Standardbehandlungen für diese Krankheiten stark in ihrer Wirksamkeit und den Genesungsraten, und in den letzten Jahren wurden wenig Fortschritte bei pharmazeutischen Entdeckungen gemacht.
Vielversprechende Studien
Starke Beweise für die potenziellen Kräfte psychedelischer Drogen haben die australische Regierung nun dazu veranlasst, mehr zu tun, um herauszufinden, wie diese besonderen Drogen wirklich wirken, wie Psilocybin (der Wirkstoff in Magic Mushrooms und Magic Truffles) und MDMA, auch bekannt als XTC. Bisher gibt es keinen konkreten und genehmigten Beweis, dass diese Drogen bei psychischen Problemen helfen, aber die vorläufigen Studien sind zumindest vielversprechend, wenn sie in einer kontrollierten Umgebung und mit psychologischer oder psychiatrischer Betreuung verwendet werden.
Magic Mushrooms haben zuvor von der U.S. Food and Drug Administration den Status einer Durchbruchtherapie für die Behandlung depressiver Störungen erhalten. Gesundheitsminister Greg Hunt sagt, dass der 15-Millionen-Dollar-Zuschuss, der im Rahmen des Medical Research Future Fund bereitgestellt wird, dazu beitragen wird, sicherzustellen, dass die medizinische Forschung Australiens an der Spitze der globalen Innovation steht.
'Äußerst ermutigend'
"Die ersten Ergebnisse aus Studien in Australien und international sind äußerst ermutigend, aber es ist dringend mehr Forschung nötig, bevor diese Ansätze von Psychiatern außerhalb kontrollierter klinischer Studien angewendet werden können," sagte Hunt. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die Suche nach neuen und besseren Behandlungen für psychische Erkrankungen weiterhin unterstützen."
"Diese Fördermöglichkeit wird die lokale Forschung an potenziell lebensrettenden Therapien stimulieren und bietet Hoffnung für alle, die an psychischen Erkrankungen leiden, einschließlich unserer Veteranen und Pflegekräfte, die mit den verheerenden Auswirkungen von PTBS zu kämpfen haben," sagte Hunt. "Psychische Erkrankungen sind verheerend für Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften," sagte David Coleman, Staatssekretär für psychische Gesundheit und Suizidprävention.