Peruvian Torch Steckling von 10 bis 12 cm
In die Hand bekommst du ein Säulenstück von 10 bis 12 Zentimetern, frisch geschnitten und ohne Wurzeln. Es ist dick genug, um eigenständig zu bewurzeln, und kurz genug für die Fensterbank. Zählst du die Rippen, kommst du meist auf sechs bis acht; darauf sitzen runde Areolen mit goldbraunen Dornen, an jungen Stücken noch kurz. Die Haut trägt einen matten, blaugrünen Hauch, der sich leicht abreibt und nicht nachwächst, fass den Steckling deshalb besser an der Schnittkante an. Ansonsten gilt der übliche Kaktushinweis: Dicke, Farbe und Bedornung fallen bei jedem Exemplar anders aus, das Foto ist also ein Eindruck und keine Maßangabe.
Botanisch läuft die Art heute als Echinopsis peruviana und teilt sich die Gruppe mit dem San Pedro. Ihre Heimat ist das peruanische Hochland und vermutlich ein Streifen im angrenzenden Bolivien, wobei sich das nach Jahrhunderten von Kultur und Handel nicht mehr sicher nachzeichnen lässt. Darf die Pflanze frei wachsen, verzweigt sie sich zu einem Strauch von zweieinhalb bis fünf Metern und öffnet an den Armspitzen gelbliche Blüten, die über zwanzig Zentimeter lang werden. Nach unseren eigenen Angaben legt sie unter guten Bedingungen rund 30 Zentimeter im Jahr zu, flott für einen Kaktus, und bei einem so kurzen Stück sieht man den Unterschied schon nach einer Saison.
Bewurzeln in vier Schritten
- Zuerst die Schnittfläche schließen lassen: aufrecht hinstellen, warm, trocken und außerhalb der grellen Sonne, ein bis drei Wochen lang.
- Einen Topf von etwa zwölf Zentimetern mit einer körnigen Kakteenmischung füllen und den Steckling ein paar Zentimeter hineindrücken. Alles staubtrocken halten.
- Weiterhin nicht gießen. Nach vier bis sechs Wochen sind meist Wurzeln da, in einem warmen Sommermonat etwas früher als im Herbst.
- Erst wenn Wurzeln vorhanden sind, gibst du den ersten kleinen Schluck Wasser. Danach lässt du den Topf zwischendurch immer ganz austrocknen.
Verfärbt sich das untere Ende und fühlt es sich weich an, ist Fäulnis im Spiel. Schneide bis ins feste, gesunde Gewebe zurück, lass die neue Fläche abtrocknen und versuche es noch einmal.
Kurz oder lang: was passt
Diese Größe ist der Einstieg. Sie kostet am wenigsten, bewurzelt in einem kleinen Topf, und du kannst problemlos zwei oder drei nebeneinander stellen, um zu sehen, welcher am besten anwächst. Dafür dauert es, bis du eine richtige Säule hast: Ein Steckling von 25 bis 30 cm steht vom ersten Tag an wie eine Pflanze da. Willst du die Bewurzelung ganz überspringen, nimm den bewurzelten Peruvian Torch im Topf, den es in zwei Größen gibt.
Standort und Wasser
Je mehr Licht, desto fester bleibt die Säule; ein Südfenster ist ideal, und ein Sommer im Freien tut der Pflanze gut. Gegossen wird nach Gefühl statt nach Kalender: Finger in die Erde stecken und nur bei durchgetrocknetem Substrat wässern, in der Praxis etwa zweimal im Monat. Ein voller Untersetzer ist der schnellste Weg, die Pflanze zu verlieren. Ab November darf sie kühl und fast trocken stehen, mit höchstens einem Schluck pro Monat. Ist der Topf im Frühjahr durchwurzelt, topfe um und warte eine Woche bis zur ersten Gabe.
Den Peruvian Torch führt Avalon Magic Plants außerdem als längeren Steckling von 25 bis 30 cm, als bewurzelte Topfpflanze und als Samen. In derselben Kategorie stehen San Pedro, Bolivian Torch, die Monstrosus-Formen, Cuzco und Macrogonus. Versendet wird diskret verpackt.