Desmanthus illinoensis: die Prärie-Mimose Nordamerikas
Desmanthus illinoensis stammt aus dem Zentrum und Süden der USA, nicht aus Afrika oder Südamerika, wie mancherorts zu lesen ist. Dort auf Prärien, in Gebüschen, auf felsigem Offenland und an Bahndämmen wächst, am liebsten auf lehmigem oder sandigem Boden in Flussnähe. Es handelt sich um eine ausdauernde Staude von ungefähr 60 bis 120 Zentimetern, mit hellgrünem, gerilltem und kaum verzweigtem Stängel.
Zuerst fällt das Laub auf. Es ist doppelt gefiedert und farnartig, bis etwa zwanzig Zentimeter lang, mit acht bis zwölf Fiederpaaren, die ihrerseits aus zwanzig bis vierzig Paaren winziger Blättchen bestehen. Diese Blättchen klappen nachts zu und schließen sich an heißen Tagen halb, um Feuchtigkeit zu halten. Im Sommer erscheinen kugelige weiße Blütenköpfchen von rund einem Zentimeter Durchmesser, aufgebaut aus dreißig bis fünfzig winzigen Blüten, deren Staubblätter wie Stecknadelköpfe herausragen. Danach folgen Büschel gekrümmter, dunkelbrauner Hülsen mit bis zu acht Samen je Hülse. Genau diese gebündelten Hülsen stecken im Namen: desme und anthos heißen auf Griechisch Bündel und Blüte, illinoensis bedeutet schlicht aus Illinois.
Aussaat
- Raue die harte Samenschale leicht mit Schleifpapier an oder weiche die Samen über Nacht in lauwarmem Wasser ein; ohne diese Vorbehandlung keimen Leguminosensamen langsam und ungleichmäßig.
- Säe im Frühjahr in durchlässigen Boden und bedecke die Samen mit höchstens einem halben Zentimeter Erde.
- Halte das Saatbeet gleichmäßig feucht, warm und sonnig.
- Vereinzele die Sämlinge auf etwa dreißig Zentimeter Abstand. Reicher Boden ist unnötig, denn die Pflanze bindet über ihre Wurzeln selbst Stickstoff.
Wofür die Pflanze verwendet wird
In den USA wird Desmanthus illinoensis eingesät, um ausgelaugten Boden aufzubauen und Erosion zu bremsen; wegen des eiweißreichen Laubs dient sie außerdem als Weidepflanze. Das Land Institute züchtet die Art seit Jahren als mehrjährige Körnerfrucht, als Alternative zu einjährigen Leguminosen. In der Kräuterliteratur taucht sie daneben im Zusammenhang mit Ayahuasca-Analoga auf. Avalon verkauft diese Samen für Anzucht und Studium, nicht zum Verzehr; halte Samen und Pflanzen von Kindern und Haustieren fern.
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