Nepeta cataria: 20 Samen der Echten Katzenminze
Katzenminze gehört zu den Lippenblütlern, also zur selben Familie wie Pfefferminze und Salbei, was du am vierkantigen Stengel und am kräutigen Duft erkennst. Die Pflanze wird meist 30 Zentimeter bis einen Meter hoch und treibt in der Regel mehrere Stengel. Die Blätter sind herzförmig bis dreieckig und grob gezähnt, zwei bis neun Zentimeter lang, und die feine Behaarung lässt sie grauweiß wirken, unterseits am deutlichsten. Im Sommer erscheinen an den Triebspitzen Ähren kleiner Blüten, gebrochen weiß bis rosa und violettrosa getupft, an denen Bienen und Hummeln ausdauernd arbeiten. Die Art stammt aus Süd- und Osteuropa, dem nördlichen Nahen Osten und Zentralasien; in Nordeuropa, Nordamerika und Neuseeland ist sie verwildert. Neben Katzenminze findest du die Namen catnip, catmint und catnep.
Verantwortlich für die Reaktion der Katzen ist Nepetalacton, ein flüchtiger Stoff aus Blättern und Stengeln; in der Literatur wird seine Struktur oft mit dem beruhigenden Bestandteil der Baldrianwurzel verglichen. Mitmachen tut nicht jede Katze: Angaben zufolge reagieren etwa zwei Drittel der ausgewachsenen Tiere, der Rest geht achtlos vorbei. Eine Katze brauchst du übrigens nicht, damit sich der Anbau lohnt, denn die Pflanze blüht wochenlang und zieht viele Insekten an.
Aussaat
- Leg die Samen fünf bis sieben Tage kalt in den Kühlschrank. Zwingend ist das nicht, es bringt die Keimung aber oft in Gang.
- Säe im Frühjahr oder im Spätsommer in Töpfe oder direkt ins Beet und decke die Samen nur ganz dünn ab.
- Halte die Erde bei etwa 16 bis 22 Grad gleichmäßig feucht; die Keimung dauert meist eine bis drei Wochen.
- Setze die Jungpflanzen am Ende rund 40 bis 50 Zentimeter auseinander, in die Sonne oder den Halbschatten auf durchlässigen Boden.
Katzenminze ist winterhart und sät sich von allein aus. Schneide verblühte Stengel zurück, wenn sie sich nicht durchs ganze Beet verteilen soll. Steht die Pflanze niedrig und erreichbar, walzt eine begeisterte Katze sie durchaus platt; eine Pflanzhaube oder ein Platz weiter hinten im Beet hält Jungpflanzen heil. Diese Samen sind für Anzucht und Studium bestimmt, nicht zum Verzehr; lagere sie trocken und außerhalb der Reichweite von Kindern.
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